Ben
Drei Buchstaben, eine Silbe, null Erklärungsbedarf – Ben ist der Kurzname schlechthin.
Quelle: Statistik Austria, Vornamen der Neugeborenen (CC BY 4.0). Säule antippen/überfahren für Details.
Ben – kürzer geht ein Jungenname kaum. Drei Buchstaben, eine Silbe, und trotzdem war Ben jahrelang Deutschlands Lieblingsname.
Was bedeutet Ben?
Ben ist eine Kurzform – nur von was? Meistens von Benjamin. Der kommt aus dem Hebräischen und wird als „Sohn der rechten Hand“ oder „Sohn des Glücks“ gedeutet. In der Bibel ist Benjamin der jüngste und Lieblingssohn Jakobs.
Ben kann aber auch die Kurzform von Bernhard (germanisch, „stark wie ein Bär“) oder Benedikt (lateinisch, „der Gesegnete“) sein. Welche Bedeutung gilt, entscheidet also das Kopfkino der Eltern. Heute wird Ben aber fast immer als eigenständiger Name vergeben.
Vom Spitznamen zum Spitzenreiter
Früher war Ben vor allem das, was man zu einem Benjamin auf dem Bolzplatz rief. Dann wurde er selbst zum Star:
- Laut der Statistik von Namensforscher Knud Bielefeld war Ben 2011 Deutschlands Jungenname Nummer 1.
- Laut GfdS war Ben 2017 und 2018 der häufigste männliche Erstname in Deutschland.
Die regionalen Daten passen dazu: In Köln lag Ben 2010 auf Platz 4, in Bonn 2021 auf Platz 3 und 2025 noch auf Platz 8.
Wie sieht's in Österreich aus?
Dort ist Ben beliebt, aber kein Überflieger:
- 1990: 1 Baby
- 2000: 12 Babys, Platz 199
- 2010: 134 Babys, Platz 58
- 2018: bester Rang, Platz 26
- 2025: 162 Babys, Platz 52
Österreich hat offenbar lieber die Langform oder gleich ganz andere Namen – Lukas lag dort jahrelang vorn, inzwischen Noah.
Wie alt klingt Ben?
Jung. Das mittlere Geburtsjahr aller Bens in Österreich ist 2017. Ein typischer Ben baut also gerade Lego, statt Steuererklärungen zu machen.
Trotzdem hat der Name prominente Väter: Ben Stiller, Ben Affleck und hierzulande Ben Becker oder Schlagersänger Ben Zucker. Und dann ist da noch Michael Jacksons „Ben“ (1972) – eine rührende Ballade, die übrigens einer Ratte gewidmet ist (aus dem gleichnamigen Horrorfilm).
Wie Lukas in den 2000ern ist Ben ein Name, an dem man einen Jahrgang erkennt.
Passt Ben zu eurem Kind?
Dafür spricht:
- Kurz, klar, international – niemand muss ihn buchstabieren.
- Passt zu langen Nachnamen perfekt.
- Lässt die Wahl, ob Ben oder Benjamin im Pass steht.
Dagegen spricht: Er war sehr verbreitet – und ist so kurz, dass er mit manchen Nachnamen etwas abgehackt klingt.
Passende Geschwister: Paul, Finn oder Tom und Mia, Lea oder Lina. Als Doppelname funktioniert Ben Elias oder Ben Noah – wenn eine Silbe zu wenig ist.
Ben in Zahlen
- Österreich
- München
- Köln
- Bonn
Quellen: Statistik Austria (CC BY 4.0) · Landeshauptstadt München, Statistisches Amt (Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0) · Stadt Köln, Standesamt (Datenlizenz Deutschland – Zero – Version 2.0) · Bundesstadt Bonn (CC0 1.0)
| Region | Zuletzt | Bester Platz | Daten ab |
|---|---|---|---|
| Österreich | Platz 52 (2025, 162×) | Platz 26 (2018) | 1986 |
| München | Platz 46 (2025, 28×) | Platz 26 (2014) | 2013 |
| Köln | Platz 21 (2023, 55×) | Platz 4 (2010) | 2010 |
| Bonn | Platz 8 (2025, 32×) | Platz 3 (2021) | 2021 |
Zählweise: Österreich = erster Vorname; München und Köln = alle vergebenen Vornamen inkl. Zweitnamen; Bonn = Erstnamen. „Nicht gelistet“ heißt: in diesem Jahr gar nicht oder zu selten vergeben. Mehr zu den Quellen
Quelle: Statistik Austria (CC BY 4.0). Seltene Namen (< 4 pro Jahr) werden dort keinem Bundesland zugeordnet.
Passende Namen zu Ben
Berühmte Namensträger & Popkultur
- Ben Stiller US-Schauspieler und Regisseur (* 1965)
- Ben Affleck US-Schauspieler und Regisseur, Oscar-Preisträger (* 1972)
- Ben Becker deutscher Schauspieler und Sänger (* 1964)
- Ben Zucker deutscher Schlagersänger (* 1983)
- Song „Ben“ Michael Jackson, 1972

Namenskarte Ben
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Häufige Fragen zum Namen Ben
Was bedeutet der Name Ben?
Ben ist meist die Kurzform von Benjamin und bedeutet dann „Sohn des Glücks“ oder „Sohn der rechten Hand“ (hebräisch). Ben kann aber auch für Bernhard oder Benedikt stehen.
Ist Ben ein beliebter Name?
Ja. In Köln stand Ben 2010 auf Platz 4, in Bonn 2021 auf Platz 3 und 2025 auf Platz 8. In Österreich lag er 2025 auf Platz 52 (162 Babys). Laut GfdS war Ben 2017 und 2018 der häufigste männliche Erstname in Deutschland.
Wie alt sind Menschen namens Ben?
Meist Kinder und Jugendliche: Das mittlere Geburtsjahr aller Bens in Österreich seit 1984 ist 2017. Erwachsene Bens haben oft Benjamin im Pass stehen.



