Schneider
Nadel, Faden, Maßband – und ein Name, der im Norden Schröder heißt.
Verbreitung: Laut Wikipedia im ganzen Land verbreitet; im Norden steht für denselben Beruf oft der Name Schröder oder Schrader.
Schneider ist ein klassischer Handwerkername – und in der gängigen Rangliste der dritthäufigste Nachname Deutschlands.
Was bedeutet Schneider?
Schneider ist ein Berufsname: „der Schneider“, also der Handwerker, der Stoff zuschnitt und Kleidung nähte. Das Wort kommt von mittelhochdeutsch snīder, zu snīden – „schneiden“.
Ganz so eindeutig ist es aber nicht. Laut Wikipedia entstand der Name nicht nur aus dem Kleiderschneider: Geschnitten wurde auch in anderen Berufen, etwa beim Brettschneider, der Holz zu Brettern verarbeitete. Welcher Beruf hinter einer bestimmten Familie steckt, lässt sich heute meist nicht mehr klären.
Woher kommt der Name?
Kleidung brauchte jede:r, also gab es den Schneider in jeder Stadt und vielen Dörfern. Wie bei Müller und Schmidt entstand der Name deshalb an vielen Orten unabhängig voneinander.
Spannend sind die Zusammensetzungen, die genauer sagen, was geschnitten wurde. Der bekannteste Träger einer solchen Form ist der Bildhauer Tilman Riemenschneider – sein Name meint ursprünglich jemanden, der Lederriemen zuschnitt.
Schröder, Schnyder & Co.: die Varianten
Im Norden hieß der Beruf oft anders. Schröder und Schrader gehen laut Wikipedia auf niederdeutsch schroden zurück – „hauen, schneiden, zurechtschneiden“.
Oder, wie es dort sinngemäß heißt: Der norddeutsche Schröder ist ein süddeutscher Schneider. Wenn du also einen Schröder und einen Schneider kennst, stammen ihre Namen womöglich aus derselben Werkstatt-Tradition. Weitere Formen:
- Schnyder und Schnider – schweizerische Formen
- Snyder – vor allem in den USA, aus niederdeutschen und amerikanisierten Formen
- Sneijder und Snijders – niederländisch
- Sartorius und Sartor – die latinisierte Gelehrtenform
- Im Englischen heißt der Beruf übrigens tailor – daher der Name Taylor
Wie häufig ist Schneider?
Eine amtliche Statistik aller Nachnamen gibt es in Deutschland nicht. In der Wikipedia-Liste der häufigsten Familiennamen steht Schneider auf Platz 3; mit allen Schreibweisen zusammen wäre es laut name-statistics.org Platz 5.
In der Schweiz belegt Schneider laut Bundesamt für Statistik (Stand 2022, zitiert bei Wikipedia) Platz 6 der häufigsten Nachnamen.
Berühmte Schneiders
- Romy Schneider (1938–1982), Schauspielerin, unvergessen als „Sissi“
- Magda Schneider (1909–1996), Schauspielerin und Romys Mutter
- Helge Schneider (* 1955), Musiker, Jazzer und Komiker
Der Schneider teilte sich den Markt übrigens mit dem Weber, der den Stoff herstellte. Erst weben, dann schneidern – eine Lieferkette, die es bis in unsere Nachnamen geschafft hat.

Namenskarte Schneider
Bedeutung, Namenstyp und Schreibweisen auf einen Blick – zum Teilen oder Speichern.
Häufige Fragen zum Nachnamen Schneider
Was bedeutet der Nachname Schneider?
Schneider ist ein Berufsname und bedeutet „der Schneider“, also meist der Handwerker, der Kleidung zuschnitt und nähte. Laut Wikipedia kann der Name aber auch von anderen Berufen kommen, in denen geschnitten wurde, etwa vom Brettschneider.
Wie häufig ist der Nachname Schneider?
In der Wikipedia-Liste der häufigsten Familiennamen in Deutschland steht Schneider auf Platz 3. Mit allen Schreibvarianten zusammen wäre es laut name-statistics.org (zitiert in der Liste) Platz 5. Eine amtliche Zählung aller Nachnamen gibt es in Deutschland nicht.
Ist Schröder dasselbe wie Schneider?
Von der Bedeutung her ja. Schröder und Schrader gehen laut Wikipedia auf niederdeutsch schroden „schneiden, zurechtschneiden“ zurück. Der norddeutsche Schröder ist also gewissermaßen ein süddeutscher Schneider.



