Müller
Der Name aus der Dorfmühle – und auf der Rangliste der häufigsten Nachnamen ganz oben.
Verbreitung: Laut Wikipedia im ganzen deutschen Sprachraum verbreitet; die niederdeutsche Form Möller gehört in den Norden, Miller ins Bairische und Schwäbische.
Müller ist der Nachname, den in Deutschland wirklich jede:r kennt – und er steht in der gängigen Rangliste auf Platz 1.
Was bedeutet Müller?
Die Antwort steckt schon im Namen: Müller ist ein Berufsname und bedeutet „der Müller“ – also jemand, der eine Mühle betrieb und Getreide zu Mehl mahlte.
Sprachlich geht das Wort über mittelhochdeutsch mülnære auf mittellateinisch molinarius zurück. Die Mühlentechnik hatten die Römer über die Alpen gebracht.
Woher kommt der Name?
Familiennamen entstanden in Deutschland vor allem ab dem 12. Jahrhundert. Wer im Dorf „der Müller“ war, wurde eben so genannt – und irgendwann blieb der Beiname an der Familie hängen.
Laut Wikipedia nahm die Zahl der Berufsmüller durch die Wassermühlen seit dem 12. Jahrhundert deutlich zu. Mühlen gab es fast in jedem Ort, oft gehörten sie Klöstern oder Adligen. Deshalb hat der Name keinen einzelnen Ursprungsort: Er entstand an Tausenden Stellen gleichzeitig.
Wie häufig ist Müller?
Eine amtliche Zählung aller Nachnamen gibt es in Deutschland nicht. Was es gibt, sind Auswertungen von Verzeichnissen:
- In der Wikipedia-Liste der häufigsten Familiennamen in Deutschland steht Müller auf Platz 1. Rechnet man alle Schreibweisen zusammen, landet der Name dort laut name-statistics.org auf Platz 2 – knapp hinter der Schmidt-Familie.
- Laut Wikipedia-Artikel zum Namen gab es 1996 mehr als 320.000 Telefonbucheinträge für Müller.
- In der Schweiz ist Müller laut Bundesamt für Statistik (zitiert bei Wikipedia) ebenfalls der häufigste Familienname.
Telefonbucheinträge sind übrigens keine Personen: Ein Anschluss steht oft für einen ganzen Haushalt.
Schreibvarianten und Verwandte
Weil der Beruf überall gleich war, die Dialekte aber nicht, gibt es viele Formen:
- Möller und Moeller – die niederdeutsche Variante aus dem Norden
- Miller – bairisch und schwäbisch, außerdem die englische Form
- Müllner, Mahler und Meller – weitere regionale Formen
- Molitor – die latinisierte Gelehrtenform
- Mueller oder Muller – oft bei Ausgewanderten, deren neue Sprache kein ü kennt
Auch im Ausland mahlt es: Molenaar im Niederländischen, Meunier im Französischen, Młynk im Sorbischen.
Berühmte Müllers
Bei so vielen Namensträger:innen ist die Liste lang. Ein paar bekannte Gesichter:
- Herta Müller (* 1953), Schriftstellerin, Literaturnobelpreis 2009
- Gerd Müller (1945–2021), Weltmeister 1974 und „Bomber der Nation“
- Thomas Müller (* 1989), Weltmeister 2014
- Heiner Müller (1929–1995), einer der wichtigsten Dramatiker der DDR
Zusammen mit Schmidt, Schneider, Fischer und Weber bildet Müller übrigens die Spitzengruppe der Berufsnamen. Und auch Meyer gehört in diese Welt – nur stand dort kein Handwerk, sondern ein Amt am Anfang. Ganz anders entstand etwa Wolf: Dieser Name geht meist auf einen Vornamen zurück. Kleiner Trost für alle, die beim Arzt immer „Herr Müller?“ hören und erst mal abwarten: Du bist in bester Gesellschaft.

Namenskarte Müller
Bedeutung, Namenstyp und Schreibweisen auf einen Blick – zum Teilen oder Speichern.
Häufige Fragen zum Nachnamen Müller
Was bedeutet der Nachname Müller?
Müller ist ein Berufsname und bedeutet schlicht „der Müller“ – also jemand, der eine Mühle betrieb und Getreide zu Mehl mahlte. Das Wort geht über mittelhochdeutsch mülnære auf mittellateinisch molinarius zurück.
Wie häufig ist der Nachname Müller?
In der Wikipedia-Liste der häufigsten Familiennamen in Deutschland steht Müller auf Platz 1. Laut Wikipedia-Artikel zum Namen gab es 1996 mehr als 320.000 Telefonbucheinträge. Eine amtliche Zählung aller Namensträger gibt es in Deutschland nicht.
Woher kommt der Nachname Müller?
Aus dem Mittelalter: Als sich Familiennamen bildeten, gab es fast überall Mühlen – und damit Müller. Deshalb entstand der Name an vielen Orten gleichzeitig und hat keinen einzelnen Ursprungsort.



