Schmidt
Vom Amboss in die Ranglisten: Platz 2 – und mit allen Varianten sogar ganz vorn.
Verbreitung: Laut Wikipedia regional verschieden geschrieben: Schmitz vor allem im Rheinland, Schmitt im rheinfränkischen Raum, Schmid im Schwäbischen und Bairischen.
Schmidt ist der Name der Schmiede – und nach Müller der zweithäufigste Nachname in der gängigen deutschen Rangliste.
Was bedeutet Schmidt?
Schmidt ist ein Berufsname und bedeutet „der Schmied“. Das Wort geht auf mittelhochdeutsch smit zurück.
Der Schmied war im Mittelalter unverzichtbar: Er beschlug Pferde, machte Pflugscharen, Werkzeuge, Nägel und Waffen. Kein Dorf kam ohne ihn aus – und genau deshalb ist der Name heute so verbreitet.
Woher kommt der Name?
Wie bei Müller gilt: Der Name hat keinen einzelnen Ursprungsort. Überall, wo ein Schmied arbeitete, konnte daraus ein Familienname werden.
Oft wurde genauer gesagt, was geschmiedet wurde. Daher stammen Zusammensetzungen wie:
- Hufschmidt – der Hufschmied
- Messerschmidt – der Messerschmied
- Kleinschmidt – der Schmied für feine Arbeiten wie Schlösser
- Hammerschmidt – der Schmied am wassergetriebenen Hammerwerk
Schmidt, Schmitt, Schmitz, Schmid
Hier wird es spannend, denn am Namen lässt sich oft die Region ablesen. Laut Wikipedia gilt grob:
- Schmitz ist im Rheinland die vorherrschende Form
- Schmitt ist im rheinfränkischen Raum verbreitet
- Schmid ist im Schwäbischen und Bairischen üblich
- Smidt und Schmidtke kommen eher in Norddeutschland vor
In der Schweiz ist Schmid laut Bundesamt für Statistik (zitiert bei Wikipedia) der dritthäufigste Familienname – nach Müller und Meier.
Wie häufig ist Schmidt?
Eine offizielle Zählung aller Nachnamen gibt es in Deutschland nicht. Die Wikipedia-Liste der häufigsten Familiennamen führt Schmidt auf Platz 2. Rechnet man alle Varianten zusammen, steht die Schmidt-Familie laut name-statistics.org sogar auf Platz 1 – vor Müller.
Laut Wikipedia-Artikel zum Namen gab es 1996 mehr als 235.000 Telefonbucheinträge für Schmidt. Ein Eintrag steht dabei oft für einen ganzen Haushalt, nicht für eine Person.
Und international? Der Schmied hat fast überall seinen Namen hinterlassen: Smith im Englischen, Kowalski im Polnischen, Kovács im Ungarischen, Herrero im Spanischen – und Ferrari im Italienischen. Ja, auch der.
Berühmte Schmidts
- Helmut Schmidt (1918–2015), Bundeskanzler von 1974 bis 1982
- Loki Schmidt (1919–2010), Lehrerin und Naturschützerin
- Harald Schmidt (* 1957), Entertainer, bekannt durch „Die Harald Schmidt Show“
- Arno Schmidt (1914–1979), eigenwilliger Schriftsteller der Nachkriegszeit
Der Schmied war übrigens nicht allein im Dorf: Nebenan arbeiteten oft der Wagner, der Räder und Wagen baute, und der Weber am Webstuhl. Ein ganzes Handwerkerviertel – heute im Telefonbuch verewigt.

Namenskarte Schmidt
Bedeutung, Namenstyp und Schreibweisen auf einen Blick – zum Teilen oder Speichern.
Häufige Fragen zum Nachnamen Schmidt
Was bedeutet der Nachname Schmidt?
Schmidt ist ein Berufsname und bedeutet „der Schmied“. Er geht auf mittelhochdeutsch smit zurück und bezeichnete den Handwerker, der Metall in der Esse erhitzte und auf dem Amboss formte.
Wie häufig ist der Nachname Schmidt?
In der Wikipedia-Liste der häufigsten Familiennamen in Deutschland steht Schmidt auf Platz 2 hinter Müller. Zählt man alle Varianten wie Schmitt, Schmitz und Schmid mit, liegt er laut name-statistics.org (zitiert in der Liste) auf Platz 1. Eine amtliche Namenszählung gibt es nicht.
Ist Schmitz dasselbe wie Schmidt?
Ja, Schmitz, Schmitt und Schmid sind regionale Formen desselben Berufsnamens. Laut Wikipedia herrscht Schmitz im Rheinland vor, Schmitt im rheinfränkischen Raum und Schmid im Schwäbischen und Bairischen.



