Nachname · Berufsname

Weber

Kette, Schuss, Webstuhl – ein Handwerkername auf Platz 5 in Deutschland und der Schweiz.

BerufsnameNamenstyp alle Berufsnamen →
6Schreibvarianten Weeber, Wever, Wefer, Wefers
3Entsprechungen in anderen Sprachen

Verbreitung: Laut Wikipedia auf Platz 5 der häufigsten Familiennamen sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz.

Weber ist der Name der Stoffmacher – und in der gängigen deutschen Rangliste der fünfthäufigste Nachname.

Was bedeutet Weber?

Weber ist ein Berufsname und bedeutet „der Weber“: der Handwerker, der am Webstuhl aus Garn Stoffe herstellte – Leinen, Wolltuch, später auch Barchent. Das Wort kommt von mittelhochdeutsch wëber, zu wëben.

Zur Einordnung: Ohne Weber keine Kleidung, keine Säcke, keine Segel. Der Beruf war im Mittelalter überall gefragt, in der Stadt wie auf dem Land. Viele Bauernfamilien webten im Winter nebenher – oft für Händler, die das Tuch dann weiterverkauften.

Woher kommt der Name?

Wie bei Müller, Schmidt und Fischer gilt: Der Name hat keinen einzelnen Ursprungsort. Wo gewebt wurde, konnte aus dem Beruf ein Familienname werden.

Ab dem Spätmittelalter waren Weber in vielen Städten in Zünften organisiert. Später, in der Frühindustrialisierung, wurden sie zum Symbol harter Zeiten: Der schlesische Weberaufstand von 1844 und Gerhart Hauptmanns Drama „Die Weber“ sind bis heute Schulstoff.

Wo ist Weber verbreitet?

Eine amtliche Namenszählung gibt es in Deutschland nicht. Belegt ist:

  • In der Wikipedia-Liste der häufigsten Familiennamen in Deutschland steht Weber auf Platz 5. Mit allen Schreibweisen zusammen wäre es laut name-statistics.org Platz 9.
  • Laut Wikipedia belegt Weber auch in der Schweiz Platz 5 der häufigsten Familiennamen.

Wie Weber sich genau auf Nord und Süd verteilt, lässt sich ohne Zugriff auf die Karten des Deutschen Familiennamenatlas nicht seriös beziffern – deshalb lassen wir das hier offen.

Schreibweisen und Varianten

  • Wever, Wefer und Wefers – niederdeutsche und niederländische Formen mit v bzw. f
  • Weeber und Waeber – Schreibvarianten mit Dehnungs-e bzw. ae statt ä
  • Textor – die latinisierte Gelehrtenform (lateinisch textor = Weber)
  • Im Englischen: Weaver, Webber und Webster

Zusammensetzungen wie Leinweber oder Wollweber verraten sogar, welcher Stoff einst auf dem Webstuhl lag.

Berühmte Webers

  • Max Weber (1864–1920), einer der Gründerväter der Soziologie
  • Carl Maria von Weber (1786–1826), Komponist des „Freischütz“
  • Manfred Weber (* 1972), CSU-Politiker und Vorsitzender der EVP

Weber und Schneider waren übrigens oft Geschäftspartner: Der eine machte den Stoff, der andere die Kleidung daraus. In der Rangliste stehen sie heute nur zwei Plätze auseinander.

Namenskarte Nachname Weber: „der Weber“ – wer am Webstuhl Stoffe herstellte

Namenskarte Weber

Bedeutung, Namenstyp und Schreibweisen auf einen Blick – zum Teilen oder Speichern.

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Häufige Fragen zum Nachnamen Weber

Was bedeutet der Nachname Weber?

Weber ist ein Berufsname und bedeutet „der Weber“ – der Handwerker, der am Webstuhl aus Garn Stoffe wie Leinen oder Wolltuch herstellte. Das Wort geht auf mittelhochdeutsch wëber zurück.

Wie häufig ist der Nachname Weber?

In der Wikipedia-Liste der häufigsten Familiennamen in Deutschland steht Weber auf Platz 5; laut Wikipedia gilt dasselbe für die Schweiz. Eine amtliche Zählung aller Nachnamen gibt es in Deutschland nicht.

Woher kommt der Nachname Weber?

Aus dem mittelalterlichen Handwerk. Gewebt wurde in Städten wie auf dem Land, deshalb entstand der Name an vielen Orten unabhängig voneinander. Niederdeutsche Formen sind zum Beispiel Wever und Wefer.