Mädchenname · Französisch (von hebräisch Jakob)
Jacqueline
Französischer Chic, Franz-Ferdinand-Hit und Schulhof-Klassiker der späten 80er.
Quelle: Statistik Austria, Vornamen der Neugeborenen (CC BY 4.0). Säule antippen/überfahren für Details.
Jacqueline klingt nach Paris, Pariser Chic und großer Bühne – und war in den späten 80ern plötzlich auf jedem Spielplatz zu hören.
Was bedeutet Jacqueline?
Jacqueline ist die französische weibliche Form von Jacques – und Jacques ist niemand anderes als Jakob. Der Name ist also eigentlich uralt und biblisch, nur mit französischem Mantel.
Die Bedeutung von Jakob ist nicht ganz geklärt:
- „Fersenhalter“ – weil Jakob laut Bibel bei der Geburt die Ferse seines Zwillingsbruders Esau festhielt
- „Gott möge schützen“ – als vermutete Kurzform eines längeren hebräischen Namens
Fersenhalterin klingt zugegeben weniger glamourös. Aber die Geschichte dahinter ist ziemlich ehrgeizig.
Woher kommt der Name?
In Frankreich ist Jacqueline seit Jahrhunderten verbreitet. Weltweit berühmt machte ihn Jacqueline Kennedy, die als First Lady der 60er-Jahre zur Stil-Ikone wurde. „Jackie“ war der Inbegriff von Eleganz.
Nach Deutschland und Österreich kam der Name in größerer Zahl erst später – als Französisches und Englisches in den 80ern richtig modern wurde.
Was sagen die Zahlen?
Die österreichische Statistik zeigt eine klassische Modewelle:
- 1984: 137 Babys (Platz 79)
- 1988: das Spitzenjahr mit 297 Jacquelines
- 1995: bester Rang, Platz 41
- 2000: noch 110 (Platz 72)
- 2020: genau ein Baby
In den 1990ern bekamen in Österreich 2.195 Mädchen den Namen, in den 2010ern nur noch 34. In Köln taucht Jacqueline 2023 einmal auf, in München gar nicht.
Chantalismus und das Image-Problem
Wie Kevin bekam auch Jacqueline ein Image-Problem. Das Stichwort heißt „Chantalismus“: das Klischee, dass französisch klingende Namen etwas über die Herkunft der Eltern verraten.
Eine Oldenburger Umfrage unter Grundschullehrkräften (2009) zeigte, dass Namen wie Chantal oder Kevin eher mit Vorurteilen verbunden wurden. Die Forscherin Astrid Kaiser warnte genau davor: Kinder würden so in Schubladen gesteckt. Und das ist schlicht unfair – Jacqueline war schließlich auch der Name einer Präsidentengattin und einer Weltklasse-Cellistin.
Jacqueline heute
Das Median-Geburtsjahr aller Jacquelines in Österreich seit 1984 liegt bei 1992. Die typische Jacqueline ist also Mitte 30 – und nennt ihre Tochter heute vermutlich Emma, Mia oder Sophia.
Wer den Namen vermisst: Die schottische Band Franz Ferdinand hat ihm 2004 mit „Jacqueline“ den Opener ihres Debütalbums gewidmet. Und irgendwann, ganz sicher, ist Jacqueline wieder so selten, dass sie edel wirkt. Très chic.
Jacqueline in Zahlen
- Österreich
- Köln
Quellen: Statistik Austria (CC BY 4.0) · Stadt Köln, Standesamt (Datenlizenz Deutschland – Zero – Version 2.0)
| Region | Zuletzt | Bester Platz | Daten ab |
|---|---|---|---|
| Österreich | nicht gelistet (2025) | Platz 41 (1995) | 1984 |
| Köln | Platz 851 (2023, 1×) | Platz 586 (2022) | 2011 |
Zählweise: Österreich = erster Vorname; München und Köln = alle vergebenen Vornamen inkl. Zweitnamen; Bonn = Erstnamen. „Nicht gelistet“ heißt: in diesem Jahr gar nicht oder zu selten vergeben. Mehr zu den Quellen
Passende Namen zu Jacqueline
Schwestern
- Chantal
- Nadine
- Janine
Brüder
- Kevin
- Marcel
- Sascha
Mit Zweitnamen
- Jacqueline Marie
- Jacqueline Sophie
- Jacqueline Charlotte
Spitznamen
- Jacky
- Jacqui
- Jackie
- Line
Berühmte Namensträger & Popkultur
- Jacqueline Kennedy Onassis ehem. First Lady der USA (1929–1994)
- Jacqueline du Pré britische Cellistin (1945–1987)
- Jacqueline Bisset britische Schauspielerin (* 1944)
- Song „Jacqueline“ Franz Ferdinand, 2004

Namenskarte Jacqueline
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Häufige Fragen zum Namen Jacqueline
Was bedeutet der Name Jacqueline?
Jacqueline ist die französische weibliche Form von Jacques, also Jakob. Jakob kommt aus dem Hebräischen und wird traditionell als „Fersenhalter“ oder „Gott möge schützen“ gedeutet – die genaue Bedeutung ist umstritten.
Ist Jacqueline ein beliebter Name?
Früher ja: In Österreich lag Jacqueline 1995 auf Platz 41, im Spitzenjahr 1988 bekamen 297 Mädchen den Namen. 2020 war es nur noch ein einziges Baby, 2025 taucht Jacqueline in den Daten gar nicht mehr auf.
Wie alt sind Frauen namens Jacqueline?
Das Median-Geburtsjahr aller Jacquelines in Österreich seit 1984 liegt bei 1992. Die meisten sind also zwischen Ende 20 und Ende 30 – ein typischer Name der späten 80er und 90er.



