Sabine
Der Mädchenname der 60er – heute ein seltener, zeitloser Klassiker.
Quelle: Statistik Austria, Vornamen der Neugeborenen (CC BY 4.0). Säule antippen/überfahren für Details.
Sabine war in den 60ern so selbstverständlich wie Dauerwelle und Nierentisch. Heute wird kaum noch ein Baby so genannt – zu Unrecht.
Was bedeutet Sabine?
Sabine ist lateinisch und heißt schlicht „die Sabinerin“. Die Sabiner waren ein Volk im antiken Mittelitalien, direkt neben dem frühen Rom.
Bekannt sind sie vor allem durch eine wilde Gründungssage: den „Raub der Sabinerinnen“. Laut Legende entführten die ersten Römer Frauen der Sabiner, weil ihrer Stadt die Ehefrauen fehlten. Später machten die Sabinerinnen Frieden zwischen beiden Völkern – ziemlich starke Rolle für eine Namenspatin.
Als Heilige gilt die römische Märtyrerin Sabina, ihr Gedenktag ist der 29. August.
Die Sabine-Jahre: Weißt du noch?
In Westdeutschland war Sabine der Mädchenname der 60er. Laut gängigen Vornamens-Hitlisten (u. a. familie.de) stand sie von 1960 bis 1966 fast durchgehend auf Platz 1 – nur 1962 schob sich Susanne dazwischen, ab 1967 übernahm Claudia.
Heißt: In jeder Schulklasse der 70er gab es mindestens eine Sabine, oft zwei. Ihr Banknachbar? Natürlich ein Thomas.
Was sagen die Zahlen?
Die österreichische Statistik beginnt erst 1984 – da war der Höhepunkt schon vorbei. Trotzdem zeigt sie den Abschied in Zeitlupe:
- 1984: 910 Babys, Platz 9 – das Spitzenjahr der Reihe
- 1990: 366 Babys (Platz 34)
- 2000: nur noch 53 (Platz 112)
- 2010: 11 (Platz 407)
- 2025: 2 Babys, Platz 1305
Zum Vergleich: Über die Jahre 1984 bis 1989 zusammengezählt lag in Österreich bereits Sandra auf Platz 1 der Mädchennamen – die nächste Generation war da.
Allein 1984–89 kamen in Österreich noch 3.852 Sabines zur Welt, in den ganzen 2010ern nur 48. In Köln wurde Sabine 2023 genau einmal vergeben, in Bonn 2021 ebenfalls einmal.
Wie alt klingt Sabine?
Nach den Geburtsjahrgängen der 60er: Die typische Sabine ist heute zwischen 50 und 65. Sogar in den österreichischen Daten, die erst 1984 einsetzen, liegt das Median-Geburtsjahr bei 1988 – die echte Sabine-Welle lag also deutlich früher.
Bekannte Sabines passen perfekt ins Bild: Sabine Christiansen (* 1957) prägte den Sonntagabend-Talk, Sabine Postel (* 1954) ermittelte als Tatort-Kommissarin.
Sabine heute
Der Name hat alles, was moderne Namen brauchen: zwei Silben, weicher Klang, antike Geschichte. Trotzdem landet er heute weit hinter Emma oder Sophia.
Aber so funktionieren Namensmoden: Was die Großeltern-Generation trägt, kommt nach 80 bis 100 Jahren zurück – siehe Emma. Für Sabine heißt das: ab etwa 2050 bereithalten.
Sabine in Zahlen
- Österreich
- Köln
- Bonn
Quellen: Statistik Austria (CC BY 4.0) · Stadt Köln, Standesamt (Datenlizenz Deutschland – Zero – Version 2.0) · Bundesstadt Bonn (CC0 1.0)
| Region | Zuletzt | Bester Platz | Daten ab |
|---|---|---|---|
| Österreich | Platz 1305 (2025, 2×) | Platz 9 (1984) | 1984 |
| Köln | Platz 851 (2023, 1×) | Platz 254 (2018) | 2010 |
| Bonn | nicht gelistet (2025) | Platz 419 (2021) | 2021 |
Zählweise: Österreich = erster Vorname; München und Köln = alle vergebenen Vornamen inkl. Zweitnamen; Bonn = Erstnamen. „Nicht gelistet“ heißt: in diesem Jahr gar nicht oder zu selten vergeben. Mehr zu den Quellen
Quelle: Statistik Austria (CC BY 4.0). Seltene Namen (< 4 pro Jahr) werden dort keinem Bundesland zugeordnet.
Passende Namen zu Sabine
Berühmte Namensträger & Popkultur
- Sabine Christiansen Journalistin und Talkmasterin (* 1957)
- Sabine Leutheusser-Schnarrenberger Politikerin, ehem. Bundesjustizministerin (* 1951)
- Sabine Postel Schauspielerin (* 1954)
- Sabine Lisicki Tennisprofi, Wimbledon-Finalistin 2013 (* 1989)
- Film „Der Raub der Sabinerinnen“ Kurt Hoffmann (Regie), 1954

Namenskarte Sabine
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Häufige Fragen zum Namen Sabine
Was bedeutet der Name Sabine?
Sabine kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „die Sabinerin“ – also eine Frau aus dem Volk der Sabiner, das in der Antike in Mittelitalien lebte. Bekannt ist es aus der Sage vom Raub der Sabinerinnen.
Ist Sabine ein beliebter Name?
Heute kaum noch. In Österreich lag Sabine 1984 noch auf Platz 9 (910 Babys), 2025 waren es nur noch 2 (Platz 1305). In den 1960ern war Sabine in Westdeutschland laut gängigen Vornamens-Hitlisten mehrere Jahre der Mädchenname Nummer eins.
Wie alt sind Frauen namens Sabine?
Die meisten Sabines sind in den 1960ern und 70ern geboren und heute zwischen 50 und 65. Die österreichischen Daten beginnen erst 1984 – selbst dort liegt das Median-Geburtsjahr bei 1988, als der Name schon auf dem Rückzug war.



