Mädchenname · Lateinisch

Sabine

Der Mädchenname der 60er – heute ein seltener, zeitloser Klassiker.

Wie alt klingt Sabine? Babys pro Jahr in Österreich, 1984–2025
Babys namens Sabine pro Jahr in Österreich, 1984–202502505007501.0001984: 910 Babys, Platz 91985: 750 Babys, Platz 121986: 658 Babys, Platz 161987: 587 Babys, Platz 171988: 490 Babys, Platz 251989: 457 Babys, Platz 261990: 366 Babys, Platz 341991: 362 Babys, Platz 351992: 276 Babys, Platz 421993: 273 Babys, Platz 441994: 193 Babys, Platz 541995: 164 Babys, Platz 571996: 131 Babys, Platz 711997: 101 Babys, Platz 871998: 89 Babys, Platz 941999: 71 Babys, Platz 1022000: 53 Babys, Platz 1122001: 61 Babys, Platz 1082002: 40 Babys, Platz 1302003: 34 Babys, Platz 1502004: 24 Babys, Platz 2012005: 26 Babys, Platz 1962006: 15 Babys, Platz 2812007: 14 Babys, Platz 2862008: 12 Babys, Platz 3292009: 13 Babys, Platz 3032010: 11 Babys, Platz 4072011: 5 Babys, Platz 6802012: 3 Babys, Platz 9332013: 2 Babys, Platz 11872014: 6 Babys, Platz 6242015: 3 Babys, Platz 10152016: 8 Babys, Platz 5492017: 3 Babys, Platz 10482018: 2 Babys, Platz 13312019: 5 Babys, Platz 7542020: 2 Babys, Platz 12912021: 2 Babys, Platz 13032022: 4 Babys, Platz 8592023: 1 Babys, Platz 18382025: 2 Babys, Platz 1305198519901995200020052010201520202025Spitze 1984: 910

Quelle: Statistik Austria, Vornamen der Neugeborenen (CC BY 4.0). Säule antippen/überfahren für Details.

Platz 1305in Österreich 2025 (2 Babys)
1984Spitzenjahr (910 Babys, Platz 9)
6.229Babys seit 1984 (Österreich)
↘Trend: wird seltener (2018–20 vs. 2023–25)

Sabine war in den 60ern so selbstverständlich wie Dauerwelle und Nierentisch. Heute wird kaum noch ein Baby so genannt – zu Unrecht.

Was bedeutet Sabine?

Sabine ist lateinisch und heißt schlicht „die Sabinerin“. Die Sabiner waren ein Volk im antiken Mittelitalien, direkt neben dem frühen Rom.

Bekannt sind sie vor allem durch eine wilde Gründungssage: den „Raub der Sabinerinnen“. Laut Legende entführten die ersten Römer Frauen der Sabiner, weil ihrer Stadt die Ehefrauen fehlten. Später machten die Sabinerinnen Frieden zwischen beiden Völkern – ziemlich starke Rolle für eine Namenspatin.

Als Heilige gilt die römische Märtyrerin Sabina, ihr Gedenktag ist der 29. August.

Die Sabine-Jahre: Weißt du noch?

In Westdeutschland war Sabine der Mädchenname der 60er. Laut gängigen Vornamens-Hitlisten (u. a. familie.de) stand sie von 1960 bis 1966 fast durchgehend auf Platz 1 – nur 1962 schob sich Susanne dazwischen, ab 1967 übernahm Claudia.

Heißt: In jeder Schulklasse der 70er gab es mindestens eine Sabine, oft zwei. Ihr Banknachbar? Natürlich ein Thomas.

Was sagen die Zahlen?

Die österreichische Statistik beginnt erst 1984 – da war der Höhepunkt schon vorbei. Trotzdem zeigt sie den Abschied in Zeitlupe:

  • 1984: 910 Babys, Platz 9 – das Spitzenjahr der Reihe
  • 1990: 366 Babys (Platz 34)
  • 2000: nur noch 53 (Platz 112)
  • 2010: 11 (Platz 407)
  • 2025: 2 Babys, Platz 1305

Zum Vergleich: Über die Jahre 1984 bis 1989 zusammengezählt lag in Österreich bereits Sandra auf Platz 1 der Mädchennamen – die nächste Generation war da.

Allein 1984–89 kamen in Österreich noch 3.852 Sabines zur Welt, in den ganzen 2010ern nur 48. In Köln wurde Sabine 2023 genau einmal vergeben, in Bonn 2021 ebenfalls einmal.

Wie alt klingt Sabine?

Nach den Geburtsjahrgängen der 60er: Die typische Sabine ist heute zwischen 50 und 65. Sogar in den österreichischen Daten, die erst 1984 einsetzen, liegt das Median-Geburtsjahr bei 1988 – die echte Sabine-Welle lag also deutlich früher.

Bekannte Sabines passen perfekt ins Bild: Sabine Christiansen (* 1957) prägte den Sonntagabend-Talk, Sabine Postel (* 1954) ermittelte als Tatort-Kommissarin.

Sabine heute

Der Name hat alles, was moderne Namen brauchen: zwei Silben, weicher Klang, antike Geschichte. Trotzdem landet er heute weit hinter Emma oder Sophia.

Aber so funktionieren Namensmoden: Was die Großeltern-Generation trägt, kommt nach 80 bis 100 Jahren zurück – siehe Emma. Für Sabine heißt das: ab etwa 2050 bereithalten.

Sabine in Zahlen

Platzierung im Vergleich 2010–2025 (Platz 1 oben, logarithmisch)
  • Österreich
  • Köln
  • Bonn
Platzierung des Namens Sabine 2010–2025 in Österreich und deutschen StädtenPlatz 1310301003001.0002010201520202025Österreich 2010: Platz 407Österreich 2011: Platz 680Österreich 2012: Platz 933Österreich 2013: Platz 1187Österreich 2014: Platz 624Österreich 2015: Platz 1015Österreich 2016: Platz 549Österreich 2017: Platz 1048Österreich 2018: Platz 1331Österreich 2019: Platz 754Österreich 2020: Platz 1291Österreich 2021: Platz 1303Österreich 2022: Platz 859Österreich 2023: Platz 1838Österreich 2025: Platz 1305Köln 2010: Platz 287Köln 2011: Platz 413Köln 2012: Platz 392Köln 2013: Platz 556Köln 2014: Platz 432Köln 2015: Platz 429Köln 2016: Platz 951Köln 2017: Platz 934Köln 2018: Platz 254Köln 2019: Platz 629Köln 2020: Platz 443Köln 2021: Platz 453Köln 2022: Platz 885Köln 2023: Platz 851Bonn 2021: Platz 419Bonn · 419BN 419Köln · 851K 851Österreich · 1305AT 1305

Quellen: Statistik Austria (CC BY 4.0) · Stadt Köln, Standesamt (Datenlizenz Deutschland – Zero – Version 2.0) · Bundesstadt Bonn (CC0 1.0)

Sabine im Regionalvergleich
RegionZuletztBester PlatzDaten ab
Österreich Platz 1305 (2025, 2×) Platz 9 (1984)1984
Köln Platz 851 (2023, 1×) Platz 254 (2018)2010
Bonn nicht gelistet (2025) Platz 419 (2021)2021

Zählweise: Österreich = erster Vorname; München und Köln = alle vergebenen Vornamen inkl. Zweitnamen; Bonn = Erstnamen. „Nicht gelistet“ heißt: in diesem Jahr gar nicht oder zu selten vergeben. Mehr zu den Quellen

Wo in Österreich? Sabine pro 1.000 Mädchen, 2021–2025
  • Wien0,1
  • Oberösterreich0,0

Quelle: Statistik Austria (CC BY 4.0). Seltene Namen (< 4 pro Jahr) werden dort keinem Bundesland zugeordnet.

Passende Namen zu Sabine

Schwestern

  • Susanne
  • Claudia
  • Petra

Brüder

Mit Zweitnamen

  • Sabine Maria
  • Sabine Elisabeth
  • Sabine Charlotte

Spitznamen

  • Bine
  • Biene
  • Sabse
  • Sabi

Berühmte Namensträger & Popkultur

  • Sabine Christiansen Journalistin und Talkmasterin (* 1957)
  • Sabine Leutheusser-Schnarrenberger Politikerin, ehem. Bundesjustizministerin (* 1951)
  • Sabine Postel Schauspielerin (* 1954)
  • Sabine Lisicki Tennisprofi, Wimbledon-Finalistin 2013 (* 1989)
  • Film „Der Raub der Sabinerinnen“ Kurt Hoffmann (Regie), 1954
Namenskarte Sabine: Mädchenname, „die Sabinerin“ – Frau aus dem Volk der Sabiner

Namenskarte Sabine

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Häufige Fragen zum Namen Sabine

Was bedeutet der Name Sabine?

Sabine kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „die Sabinerin“ – also eine Frau aus dem Volk der Sabiner, das in der Antike in Mittelitalien lebte. Bekannt ist es aus der Sage vom Raub der Sabinerinnen.

Ist Sabine ein beliebter Name?

Heute kaum noch. In Österreich lag Sabine 1984 noch auf Platz 9 (910 Babys), 2025 waren es nur noch 2 (Platz 1305). In den 1960ern war Sabine in Westdeutschland laut gängigen Vornamens-Hitlisten mehrere Jahre der Mädchenname Nummer eins.

Wie alt sind Frauen namens Sabine?

Die meisten Sabines sind in den 1960ern und 70ern geboren und heute zwischen 50 und 65. Die österreichischen Daten beginnen erst 1984 – selbst dort liegt das Median-Geburtsjahr bei 1988, als der Name schon auf dem Rückzug war.