Emma
Uromas Name, der zurückkam und jetzt wieder ganz oben steht.
Quelle: Statistik Austria, Vornamen der Neugeborenen (CC BY 4.0). Säule antippen/überfahren für Details.
Emma klingt nach Uroma, Kaffeekränzchen und Spitzendeckchen – und ist trotzdem einer der beliebtesten Babynamen im ganzen deutschsprachigen Raum.
Was bedeutet Emma?
Emma ist germanischen Ursprungs. Der Name war zunächst eine Kurzform längerer Namen mit dem althochdeutschen Element ermen oder irmin, das so viel wie „groß, gewaltig, allumfassend“ bedeutet. Langformen wären etwa Irmgard oder Irmtrud.
Übersetzt heißt Emma also ungefähr „die Große“ – ein ziemlich selbstbewusstes Paket für vier Buchstaben. Schon im Mittelalter wurde Emma zum eigenständigen Namen, getragen von Königinnen und Heiligen wie Hemma von Gurk in Kärnten, deren Gedenktag am 27. Juni gefeiert wird.
Vom Uroma-Namen zur Nummer 1
Emma war schon einmal Mode: um 1900 sehr beliebt, danach jahrzehntelang der Inbegriff von altmodisch. Wer in den 1980ern „Emma“ hörte, dachte eher an die Lokomotive aus „Jim Knopf“ – die von Lukas dem Lokomotivführer.
Die österreichischen Daten zeigen das schön: 1984 gab es genau eine Emma, 1990 waren es drei. Dann ging es los:
- 2000: 84 Babys, Platz 91
- 2010: 494 Babys, Platz 10
- 2019: zum ersten Mal Platz 1
- 2025: 559 Babys, wieder Platz 1 in Österreich
Auch in Deutschland ist Emma ganz vorn: 2025 Platz 1 in München, in Bonn 2023 Platz 1 und 2025 Platz 2, in Köln 2023 Platz 6. Laut GfdS lag Emma 2025 bundesweit auf Platz 2 – direkt hinter Sophia. Die Uroma hat also den Thron zurückerobert.
Wie alt klingt Emma?
Kommt drauf an, wen du fragst. Das mittlere Geburtsjahr aller Emmas in Österreich seit 1984 ist 2016 – die typische Emma geht also gerade in die Grundschule.
Zum Vergleich: Eine typische Sabine kam um 1988 zur Welt, ein typischer Thomas um 1992. Emma ist damit der klassische Großeltern-Kind-Name: Oma kennt ihn noch aus der eigenen Kindheit, die Enkelin aus der Kita. Nur die Eltern-Generation dazwischen hat ihn komplett übersprungen.
Fun Fact für Popkultur-Fans: Der Name trägt auch Jane Austens Roman „Emma“ (1815) und den Hot-Chocolate-Song „Emma“ (1974).
Passt Emma zu eurem Kind?
Dafür spricht:
- Kurz, weich, international – funktioniert auf Deutsch, Englisch, Französisch.
- Zeitlos, weil schon einmal da gewesen.
- Passt zu fast jedem Nachnamen.
Dagegen spricht: Emma ist extrem verbreitet. In der Kita-Gruppe könnte es „Emma S.“ und „Emma K.“ heißen. Wer etwas Seltenes sucht, landet eher bei Ida, Frieda oder Mathilda.
Als Geschwister passen Emil, Paul oder Anton und bei Mädchen Ida, Frieda oder Mathilda. Und wer zwei Modenamen kombinieren will: Emma Sophie oder Emma Luise sind die Klassiker. Neben Mia und Sophia ist Emma das Trio der aktuellen Mädchennamen-Charts.
Emma in Zahlen
- Österreich
- München
- Köln
- Bonn
Quellen: Statistik Austria (CC BY 4.0) · Landeshauptstadt München, Statistisches Amt (Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0) · Stadt Köln, Standesamt (Datenlizenz Deutschland – Zero – Version 2.0) · Bundesstadt Bonn (CC0 1.0)
| Region | Zuletzt | Bester Platz | Daten ab |
|---|---|---|---|
| Österreich | Platz 1 (2025, 559×) | Platz 1 (2019) | 1984 |
| München | Platz 1 (2025, 81×) | Platz 1 (2025) | 2013 |
| Köln | Platz 6 (2023, 82×) | Platz 6 (2023) | 2010 |
| Bonn | Platz 2 (2025, 34×) | Platz 1 (2023) | 2021 |
Zählweise: Österreich = erster Vorname; München und Köln = alle vergebenen Vornamen inkl. Zweitnamen; Bonn = Erstnamen. „Nicht gelistet“ heißt: in diesem Jahr gar nicht oder zu selten vergeben. Mehr zu den Quellen
Quelle: Statistik Austria (CC BY 4.0). Seltene Namen (< 4 pro Jahr) werden dort keinem Bundesland zugeordnet.
Passende Namen zu Emma
Berühmte Namensträger & Popkultur
- Emma Watson britische Schauspielerin, Hermine in „Harry Potter“ (* 1990)
- Emma Stone US-Schauspielerin, Oscar für „La La Land“ (* 1988)
- Emma Thompson britische Schauspielerin und Drehbuchautorin (* 1959)
- Hemma von Gurk Kärntner Heilige des 11. Jahrhunderts, auch Emma von Gurk genannt
- Buch „Emma“ Jane Austen, 1815
- Song „Emma“ Hot Chocolate, 1974

Namenskarte Emma
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Häufige Fragen zum Namen Emma
Was bedeutet der Name Emma?
Emma geht auf das althochdeutsche Namenselement „ermen/irmin“ zurück und wird meist mit „die Große“ oder „die Allumfassende“ übersetzt. Ursprünglich war Emma eine Kurzform längerer Namen wie Irmgard.
Ist Emma ein beliebter Name?
Sehr. In Österreich war Emma 2019, 2022 und 2025 der beliebteste Mädchenname (2025: 559 Babys), in München 2025 ebenfalls Platz 1, in Bonn 2023 Platz 1. Laut GfdS lag Emma 2025 deutschlandweit auf Platz 2.
Wie alt sind Menschen namens Emma?
Die meisten sind Kinder: Das mittlere Geburtsjahr aller Emmas in Österreich seit 1984 ist 2016. Daneben gibt es viele Emmas, die um 1900 geboren wurden – damals war der Name schon einmal in Mode.



