Jungenname · Aramäisch

Thomas

Der ewige Platz-1-Kandidat – erst in Deutschland, dann noch lange in Österreich.

Wie alt klingt Thomas? Babys pro Jahr in Österreich, 1984–2025
Babys namens Thomas pro Jahr in Österreich, 1984–202506251.2501.8752.5001984: 2.037 Babys, Platz 21985: 2.062 Babys, Platz 21986: 1.968 Babys, Platz 31987: 1.904 Babys, Platz 31988: 1.945 Babys, Platz 21989: 1.820 Babys, Platz 21990: 1.882 Babys, Platz 21991: 1.741 Babys, Platz 41992: 1.641 Babys, Platz 41993: 1.590 Babys, Platz 31994: 1.475 Babys, Platz 31995: 1.272 Babys, Platz 41996: 1.173 Babys, Platz 61997: 989 Babys, Platz 71998: 882 Babys, Platz 61999: 740 Babys, Platz 82000: 733 Babys, Platz 82001: 563 Babys, Platz 162002: 562 Babys, Platz 162003: 505 Babys, Platz 182004: 411 Babys, Platz 242005: 389 Babys, Platz 232006: 341 Babys, Platz 292007: 327 Babys, Platz 292008: 277 Babys, Platz 322009: 276 Babys, Platz 312010: 262 Babys, Platz 352011: 243 Babys, Platz 362012: 212 Babys, Platz 412013: 217 Babys, Platz 422014: 182 Babys, Platz 492015: 198 Babys, Platz 452016: 175 Babys, Platz 532017: 175 Babys, Platz 532018: 138 Babys, Platz 662019: 165 Babys, Platz 542020: 117 Babys, Platz 712021: 117 Babys, Platz 762022: 101 Babys, Platz 822023: 83 Babys, Platz 922024: 78 Babys, Platz 922025: 69 Babys, Platz 106198519901995200020052010201520202025Spitze 1985: 2.062

Quelle: Statistik Austria, Vornamen der Neugeborenen (CC BY 4.0). Säule antippen/überfahren für Details.

Platz 106in Österreich 2025 (69 Babys)
1985Spitzenjahr (2.062 Babys, Platz 2)
32.037Babys seit 1984 (Österreich)
↘Trend: wird seltener (2018–20 vs. 2023–25)

Thomas ist der Name, den gefühlt jede zweite Familie einmal im Stammbaum hat. Kein Wunder: Er war jahrzehntelang ganz oben.

Was bedeutet Thomas?

Thomas stammt aus dem Aramäischen, der Alltagssprache zur Zeit Jesu, und bedeutet „der Zwilling“. Ursprünglich war es also eher ein Beiname als ein Vorname.

Berühmt gemacht hat ihn der Apostel Thomas – der „ungläubige Thomas“, der die Auferstehung erst glauben wollte, wenn er die Wunden selbst berührt. Damit ist er quasi der erste Faktenchecker der Geschichte. Sein Namenstag ist der 3. Juli.

Der Name der Babyboomer

In Westdeutschland war Thomas der Jungenname der 60er. Laut gängigen Vornamens-Hitlisten (u. a. familie.de) stand er bereits 1957 und 1958 und dann fast das ganze Jahrzehnt auf Platz 1 – nur 1968 schob sich kurz Stefan davor.

Dahinter drängelten sich Michael und Andreas. Wer damals eingeschult wurde, kennt das: „Thomas!“ – und drei Köpfe drehen sich um. Die Mädchen nebenan hießen übrigens meistens Sabine.

Was sagen die Zahlen?

Die österreichische Statistik beginnt erst 1984 – und zeigt, dass Thomas dort noch lange Spitze war:

  • 1984: 2.037 Babys, Platz 2
  • 1985: das Spitzenjahr mit 2.062 Thomassen
  • 1990: 1.882 Babys, immer noch Platz 2
  • 2000: 733 (Platz 8)
  • 2010: 262 (Platz 35)
  • 2025: 69 Babys, Platz 106

Insgesamt bekamen in Österreich seit 1984 32.037 Jungen den Namen. Zwischen 2021 und 2025 liegt Oberösterreich vorne (92), Vorarlberg mit 5 ganz hinten. In München waren es 2024 noch 7 Thomasse (Platz 176), in Köln 2023 ebenfalls 7.

Wie alt klingt Thomas?

Das kommt drauf an, wo du fragst. In Deutschland klingt Thomas nach Jahrgang 1960 bis 1975 – und nach „Wetten, dass..?“, moderiert von Thomas Gottschalk.

In Österreich ist er jünger: Das Median-Geburtsjahr aller Träger seit 1984 liegt bei 1992. Und mit Thomas Müller (* 1989) gibt es einen Fußball-Weltmeister, der beweist: Thomas geht auch in jung.

Thomas heute

Thomas ist heute kein Modename mehr, aber auch nicht ausgestorben. Er ist das, was Namensforscher einen Klassiker nennen: nie peinlich, nie exotisch, international verständlich – als Tom sogar richtig modern.

Wer einen Namen sucht, der Lukas-solide, aber seltener ist, landet bei Thomas genau richtig. Zwilling auf dem Spielplatz? Sehr unwahrscheinlich.

Thomas in Zahlen

Platzierung im Vergleich 2010–2025 (Platz 1 oben, logarithmisch)
  • Österreich
  • München
  • Köln
  • Bonn
Platzierung des Namens Thomas 2010–2025 in Österreich und deutschen StädtenPlatz 1310301003002010201520202025Österreich 2010: Platz 35Österreich 2011: Platz 36Österreich 2012: Platz 41Österreich 2013: Platz 42Österreich 2014: Platz 49Österreich 2015: Platz 45Österreich 2016: Platz 53Österreich 2017: Platz 53Österreich 2018: Platz 66Österreich 2019: Platz 54Österreich 2020: Platz 71Österreich 2021: Platz 76Österreich 2022: Platz 82Österreich 2023: Platz 92Österreich 2024: Platz 92Österreich 2025: Platz 106München 2013: Platz 203München 2014: Platz 130München 2015: Platz 73München 2016: Platz 137München 2017: Platz 114München 2018: Platz 76München 2019: Platz 133München 2020: Platz 142München 2021: Platz 153München 2022: Platz 102München 2023: Platz 120München 2024: Platz 176Köln 2010: Platz 82Köln 2011: Platz 64Köln 2012: Platz 142Köln 2013: Platz 161Köln 2014: Platz 103Köln 2015: Platz 70Köln 2016: Platz 112Köln 2017: Platz 127Köln 2018: Platz 179Köln 2019: Platz 119Köln 2020: Platz 211Köln 2021: Platz 173Köln 2022: Platz 100Köln 2023: Platz 242Bonn 2021: Platz 424Bonn 2022: Platz 256Bonn 2023: Platz 191Bonn 2024: Platz 388Bonn 2025: Platz 256Österreich · 106AT 106München · 176M 176Köln · 242K 242Bonn · 256BN 256

Quellen: Statistik Austria (CC BY 4.0) · Landeshauptstadt München, Statistisches Amt (Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0) · Stadt Köln, Standesamt (Datenlizenz Deutschland – Zero – Version 2.0) · Bundesstadt Bonn (CC0 1.0)

Thomas im Regionalvergleich
RegionZuletztBester PlatzDaten ab
Österreich Platz 106 (2025, 69×) Platz 2 (1984)1984
München nicht gelistet (2025) Platz 73 (2015)2013
Köln Platz 242 (2023, 7×) Platz 64 (2011)2010
Bonn Platz 256 (2025, 2×) Platz 191 (2023)2021

Zählweise: Österreich = erster Vorname; München und Köln = alle vergebenen Vornamen inkl. Zweitnamen; Bonn = Erstnamen. „Nicht gelistet“ heißt: in diesem Jahr gar nicht oder zu selten vergeben. Mehr zu den Quellen

Wo in Österreich? Thomas pro 1.000 Jungen, 2021–2025
  • Salzburg4,8
  • Steiermark3,1
  • Kärnten3,1
  • Oberösterreich2,8
  • Tirol2,3
  • Burgenland2,3
  • Niederösterreich2,1
  • Wien1,7
  • Vorarlberg0,6

Quelle: Statistik Austria (CC BY 4.0). Seltene Namen (< 4 pro Jahr) werden dort keinem Bundesland zugeordnet.

Passende Namen zu Thomas

Schwestern

Brüder

Mit Zweitnamen

  • Thomas Michael
  • Thomas Alexander
  • Thomas Johannes
  • Thomas Benedikt

Spitznamen

  • Tom
  • Tommy
  • Thommy
  • Tomasz

Berühmte Namensträger & Popkultur

  • Thomas Mann Schriftsteller, Literaturnobelpreis 1929 (1875–1955)
  • Thomas Gottschalk Entertainer und Moderator (* 1950)
  • Thomas Müller Fußballweltmeister 2014 (* 1989)
  • Thomas Alva Edison US-Erfinder (1847–1931)
  • Serie „Thomas, die kleine Lokomotive & seine Freunde“ Britt Allcroft (Produktion), 1984
  • Film „Thomas Crown ist nicht zu fassen“ Norman Jewison (Regie), 1968
Namenskarte Thomas: Jungenname, „der Zwilling“ (aramäisch Te’oma)

Namenskarte Thomas

Name, Bedeutung und der echte Jahrgangsverlauf auf einen Blick – zum Teilen, Speichern oder Verschicken an alle, die gerade Namen suchen.

Bild speichern

Häufige Fragen zum Namen Thomas

Was bedeutet der Name Thomas?

Thomas kommt aus dem Aramäischen und bedeutet „der Zwilling“. Bekannt wurde der Name durch den Apostel Thomas, den „ungläubigen Thomas“ aus der Bibel. Sein Namenstag ist der 3. Juli.

Ist Thomas ein beliebter Name?

Er war einer der beliebtesten überhaupt: In Österreich lag Thomas 1984 und 1990 auf Platz 2, 1985 bekamen 2062 Babys den Namen. 2025 waren es noch 69 (Platz 106). In Westdeutschland stand Thomas laut gängigen Vornamens-Hitlisten in den 1960ern fast jedes Jahr auf Platz 1.

Wie alt sind Menschen namens Thomas?

In Deutschland sind die meisten Thomasse in den 1960ern und 70ern geboren. In Österreich blieb der Name länger populär: Dort liegt das Median-Geburtsjahr aller Träger seit 1984 bei 1992 – die Daten beginnen allerdings erst 1984.