Thomas
Der ewige Platz-1-Kandidat – erst in Deutschland, dann noch lange in Österreich.
Quelle: Statistik Austria, Vornamen der Neugeborenen (CC BY 4.0). Säule antippen/überfahren für Details.
Thomas ist der Name, den gefühlt jede zweite Familie einmal im Stammbaum hat. Kein Wunder: Er war jahrzehntelang ganz oben.
Was bedeutet Thomas?
Thomas stammt aus dem Aramäischen, der Alltagssprache zur Zeit Jesu, und bedeutet „der Zwilling“. Ursprünglich war es also eher ein Beiname als ein Vorname.
Berühmt gemacht hat ihn der Apostel Thomas – der „ungläubige Thomas“, der die Auferstehung erst glauben wollte, wenn er die Wunden selbst berührt. Damit ist er quasi der erste Faktenchecker der Geschichte. Sein Namenstag ist der 3. Juli.
Der Name der Babyboomer
In Westdeutschland war Thomas der Jungenname der 60er. Laut gängigen Vornamens-Hitlisten (u. a. familie.de) stand er bereits 1957 und 1958 und dann fast das ganze Jahrzehnt auf Platz 1 – nur 1968 schob sich kurz Stefan davor.
Dahinter drängelten sich Michael und Andreas. Wer damals eingeschult wurde, kennt das: „Thomas!“ – und drei Köpfe drehen sich um. Die Mädchen nebenan hießen übrigens meistens Sabine.
Was sagen die Zahlen?
Die österreichische Statistik beginnt erst 1984 – und zeigt, dass Thomas dort noch lange Spitze war:
- 1984: 2.037 Babys, Platz 2
- 1985: das Spitzenjahr mit 2.062 Thomassen
- 1990: 1.882 Babys, immer noch Platz 2
- 2000: 733 (Platz 8)
- 2010: 262 (Platz 35)
- 2025: 69 Babys, Platz 106
Insgesamt bekamen in Österreich seit 1984 32.037 Jungen den Namen. Zwischen 2021 und 2025 liegt Oberösterreich vorne (92), Vorarlberg mit 5 ganz hinten. In München waren es 2024 noch 7 Thomasse (Platz 176), in Köln 2023 ebenfalls 7.
Wie alt klingt Thomas?
Das kommt drauf an, wo du fragst. In Deutschland klingt Thomas nach Jahrgang 1960 bis 1975 – und nach „Wetten, dass..?“, moderiert von Thomas Gottschalk.
In Österreich ist er jünger: Das Median-Geburtsjahr aller Träger seit 1984 liegt bei 1992. Und mit Thomas Müller (* 1989) gibt es einen Fußball-Weltmeister, der beweist: Thomas geht auch in jung.
Thomas heute
Thomas ist heute kein Modename mehr, aber auch nicht ausgestorben. Er ist das, was Namensforscher einen Klassiker nennen: nie peinlich, nie exotisch, international verständlich – als Tom sogar richtig modern.
Wer einen Namen sucht, der Lukas-solide, aber seltener ist, landet bei Thomas genau richtig. Zwilling auf dem Spielplatz? Sehr unwahrscheinlich.
Thomas in Zahlen
- Österreich
- München
- Köln
- Bonn
Quellen: Statistik Austria (CC BY 4.0) · Landeshauptstadt München, Statistisches Amt (Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0) · Stadt Köln, Standesamt (Datenlizenz Deutschland – Zero – Version 2.0) · Bundesstadt Bonn (CC0 1.0)
| Region | Zuletzt | Bester Platz | Daten ab |
|---|---|---|---|
| Österreich | Platz 106 (2025, 69×) | Platz 2 (1984) | 1984 |
| München | nicht gelistet (2025) | Platz 73 (2015) | 2013 |
| Köln | Platz 242 (2023, 7×) | Platz 64 (2011) | 2010 |
| Bonn | Platz 256 (2025, 2×) | Platz 191 (2023) | 2021 |
Zählweise: Österreich = erster Vorname; München und Köln = alle vergebenen Vornamen inkl. Zweitnamen; Bonn = Erstnamen. „Nicht gelistet“ heißt: in diesem Jahr gar nicht oder zu selten vergeben. Mehr zu den Quellen
Quelle: Statistik Austria (CC BY 4.0). Seltene Namen (< 4 pro Jahr) werden dort keinem Bundesland zugeordnet.
Passende Namen zu Thomas
Berühmte Namensträger & Popkultur
- Thomas Mann Schriftsteller, Literaturnobelpreis 1929 (1875–1955)
- Thomas Gottschalk Entertainer und Moderator (* 1950)
- Thomas Müller Fußballweltmeister 2014 (* 1989)
- Thomas Alva Edison US-Erfinder (1847–1931)
- Serie „Thomas, die kleine Lokomotive & seine Freunde“ Britt Allcroft (Produktion), 1984
- Film „Thomas Crown ist nicht zu fassen“ Norman Jewison (Regie), 1968

Namenskarte Thomas
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Häufige Fragen zum Namen Thomas
Was bedeutet der Name Thomas?
Thomas kommt aus dem Aramäischen und bedeutet „der Zwilling“. Bekannt wurde der Name durch den Apostel Thomas, den „ungläubigen Thomas“ aus der Bibel. Sein Namenstag ist der 3. Juli.
Ist Thomas ein beliebter Name?
Er war einer der beliebtesten überhaupt: In Österreich lag Thomas 1984 und 1990 auf Platz 2, 1985 bekamen 2062 Babys den Namen. 2025 waren es noch 69 (Platz 106). In Westdeutschland stand Thomas laut gängigen Vornamens-Hitlisten in den 1960ern fast jedes Jahr auf Platz 1.
Wie alt sind Menschen namens Thomas?
In Deutschland sind die meisten Thomasse in den 1960ern und 70ern geboren. In Österreich blieb der Name länger populär: Dort liegt das Median-Geburtsjahr aller Träger seit 1984 bei 1992 – die Daten beginnen allerdings erst 1984.



